PV-Anlage in Ludwigshafen
PV-Anlage in Ludwigshafen
Nachhaltigkeit

Sonnige Aussichten – Ludwigshafens Weg zur Klimaneutralität mit KIPKI

KIPKI zeigt wie’s geht. Intelligente Solar-Vernetzung spart CO2 und senkt Kosten – ein echter Gewinn für Ludwigshafen.

Strategische Kooperation als Motor der regionalen Dekarbonisierung

Im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms Klimaschutz und Innovation (KIPKI) des Landes Rheinland-Pfalz hat TWL ein wegweisendes Projekt zur Förderung der lokalen Solarenergie erfolgreich umgesetzt. Hiermit realisiert TWL gemeinsam mit der Stadt Ludwigshafen innovative Solarlösungen, die als Motor für den lokalen Klimaschutz und eine moderne Energieinfrastruktur wirken.

Bis Mitte 2026 realisiert TWL die Installation von insgesamt 21 Photovoltaikanlagen auf den Dächern öffentlicher Gebäude, darunter Schulen, Sporthallen und Kindertagesstätten.

Der Ausbau der Photovoltaik-Infrastruktur im Rahmen des KIPKI-Projekts umfasst die Installation von insgesamt 21 Anlagen auf den Dächern öffentlicher Liegenschaften. Mit über 1.500 Modulen auf einer Gesamtfläche von mehr als 3.000 Quadratmetern schafft TWL damit eine signifikante Kapazität zur Erzeugung regenerativen Stroms direkt im Stadtgebiet. Das gesamte Vorhaben wird durch eine Förderung von rund 3,5 Millionen Euro finanziert, was die strategische Bedeutung dieser Investition in die regionale Energiewende unterstreicht.

Sonne tanken und zu 100 Prozent nutzen

Das Kernstück des Projekts ist ein innovatives Energiemanagementsystem, das über die Funktionalität herkömmlicher PV-Installationen hinausgeht. Das System sorgt dafür, dass überschüssiger Strom, den die Gebäude mit Solaranlagen nicht selbst verbrauchen, anderen öffentlichen Gebäuden zugutekommt, die keine eigene PV-Anlage besitzen. Möglich macht das eine speziell entwickelte Software zur Stromkreisbilanzierung, die TWL gemeinsam mit der Simon Process Engineering GmbH konzipiert hat.

Dieses System ermöglicht eine optimierte Eigenstromnutzung durch ein „virtuelles Kraftwerk“:

Bilanzielle Verrechnung: Überschüssige Strommengen von Gebäuden mit PV-Anlagen werden zeitgleich mit dem Verbrauch städtischer Liegenschaften verrechnet, die über keine eigenen Erzeugungskapazitäten verfügen.
Echtzeit-Steuerung: Mittels viertelstündlicher Messintervalle und kontinuierlicher Datenübertragung wird sichergestellt, dass Erzeugung und Verbrauch präzise abgeglichen werden.
Wirtschaftliche Effizienz: Durch die hundertprozentige lokale Nutzung des Sonnenstroms erzielt die Stadt Ludwigshafen eine höhere Kosteneinsparung im Vergleich zur herkömmlichen Einspeisevergütung.

Strategische Bedeutung und Skalierbarkeit

Für TWL stellt dieses Modell ein skalierbares Dienstleistungsprodukt dar, das die gesamte Wertschöpfungskette von der Planung über die technische Umsetzung bis hin zum rechtssicheren Betrieb und der Abrechnung abdeckt. Das Modell dient als Blaupause für weitere kommunale und gewerbliche Kunden.

Damit unterstreichen wir unser Engagement für die UN-Nachhaltigkeitsziele, insbesondere SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie) und SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz).

KIPKI-Projekt
Wert
Anzahl der PV-Anlagen21
Prognostizierte Stromerzeugung gesamtca. 680 MWh/a
Davon direkter Eigenverbrauch vor Ortca. 360 MWh/a
Davon Verteilung über das Bilanzkreismodellca. 320 MWh/a
Jährliche CO₂-Vermeidungbis zu 350 Tonnen